Qin Haiyang krönt sich mit seinem dritten Streich zum Weltcupsieger von Berlin

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Drei Tage, drei Rennen, drei Weltklasseleistungen: Damit hat sich der Chinese Qin Haiyang beim World Aquatics World Cup in Berlin den Gesamtsieg bei den Männern und ein stattliches Preisgeld in Höhe von 12.000 US-Dollar gesichert. Auch am Sonntag war der 24-Jährige über 200m Brust wieder nicht zu schlagen und machte damit wie schon bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) das Triple auf den Bruststrecken perfekt.

Vom Start weg hatte Qin in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) ein enormes Tempo vorgelegt, zur Halbzeit des Rennens lag er sogar noch auf Kurs, seinen eigenen Weltrekord zu verbessern. Am Ende schlug er nach 2:07,45 Minuten als Erster an – das bedeutete Weltcuprekord und stimmte auch den oft sehr anspruchsvollen Chinesen zufrieden: „Heute bin ich zu 100 Prozent glücklich“, sagte er. „Nach den drei Tagen habe ich mich ein bisschen müde gefühlt, umso mehr überrascht mich dieses Ergebnis.“ Mit dem Schwimmen begann er einst, um Muskeln und Selbstvertrauen aufzubauen, weil er sich klein und schwach fühlte. Jetzt war er in Berlin der Stärkste im weltweiten Schwimmzirkus und ist nach den dort gezeigten Leistungen erster Anwärter, bei den noch folgenden Stationen in Athen (GRE) und Budapest (HUN) auch den Weltcup-Gesamtsieg in der diesjährigen Serie zu holen.

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Platz zwei in der Wochenendwertung ging an den Italiener Thomas Ceccon, der über 100m Rücken einmal mehr in pfeilschnellen 52,27 Sekunden triumphierte. Als Siebter in 55,81 feierte auch Lokalmatador Ole Braunschweig (SG Neukölln Berlin) einen gelungenen Saisoneinstieg, obwohl er erst seit kurzem wieder im Training weilt. „Das passt erstmal“, meinte er. „Es ist noch nicht alles ausgereift, ich habe gehofft, dass ich schon schneller bin. Aber ich habe viel gelernt, und konnte viele Sachen umsetzen, die mir mein Trainer Lasse Frank vorgegeben hat.“ Der Weltcup in seiner Heimatstadt war in jedem Fall wieder ein besonderes Erlebnis für ihn: „Megageil! Ich bin hier in der Halle groß geworden, hatte hier Kinderschwimmen und Sichtungswettkämpfe. Da ist es einfach megacool, dass man hier beim Weltcup ist und vom Berliner Publikum angefeuert wird.“

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Und nicht nur er, denn noch zwei weitere Neuköllner schafften am Sonntag den Sprung in die Finalläufe: Ramon Klenzwurde über 400m Lagen Achter in 4:29,02 Minuten – das Rennen entschied Brendon Smith (AUS) in 4:13,59 erst auf den letzten Metern mit zwei Hundertsteln Vorsprung vor Matthew Sates (RSA/4:13,61) für sich. Über 50m Schmetterling belegte Luka Nik Armbruster, der ebenfalls für Berlin startet, aber in Heidelberg lebt und trainiert, in 23,53 Sekunden Rang sieben. Auf dieser Strecke hatte er in diesem Jahr auch schon Gold bei den World University Games in Chengdu (CHN) gewonnen. „Die 50 Meter Schmetterling machen immer Spaß, auch wenn sie nicht olympisch sind. Das Jahr ist bislang echt gut gelaufen, ich bin super happy“, so Armbruster. Dass der Sieger des Laufes den gleichen Nachnamen trägt wie er – Ben Armbruster (AUS) mit 23,08 –, zauberte dem Deutschen Meister ebenfalls ein Schmunzeln ins Gesicht: „Das ist schon cool“, meinte er.

Dritter im Ranking des Berliner Meetings wurde der Litauer Danas Rapsys (LTU), der am Sonntag noch einmal die 200m Freistil in 1:45,75 Minuten für sich entscheiden konnte.

 

Alle Sieger des dritten Weltcup-Tages in Berlin:

400m Lagen Männer: Brendon Smith (AUS) 4:13,59

50m Schmetterling Männer: Ben Armbruster (AUS) 23,08

100m Rücken Männer: Thomas Ceccon (ITA) 52,27

200m Brust Männer: Qin Haiyang (CHN) 2:07,45

200m Freistil Männer: Danas Rapsys (LTU) 1:45,75

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